3x Fachanwaltfür private Unfallversicherung

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Spezialisierte Fachanwälte für Versicherungsrecht und Medizinrecht!

Sie hatten einen schweren Unfall und die private Unfallversicherung lehnt die Regulierung ab oder gewährt nur geringe Leistungen? Dann sind Sie bei MPK genau richtig! Wir sind eine Fachkanzlei aus spezialisierten Fachanwälten für Versicherungsrecht und Medizinrecht. Wir vertreten ausschließlich die Versicherten und keinesfalls die gegnerische Unfallversicherung.

Was ist die private Unfallversicherung?

Und wie leistet die PUV

Die Kernleistung der privaten Unfallversicherung ist die finanzielle Absicherung im Falle einer dauernden Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit durch das Unfallereignis. Die private Unfallversicherung zahlt dem Versicherungsnehmer für die im Vertrag versicherte Person bei Eintritt des Versicherungsfalls die vereinbarte Versicherungssumme (Invaliditätsentschädigung) oder, wenn vereinbart, eine lebenslange Unfallrente.

Die private Unfallversicherung schafft dabei ausschließlich durch Geldleistungen Ausgleich für die Folgen von Unfällen. Als Personenversicherung ist die private Unfallversicherung im Wesentlichen eine Summenversicherung, die nach dem Prinzip der abstrakten Bedarfsdeckung betrieben wird, d. h. jeder Versicherte bestimmt die Höhe der Versicherungssumme für den Schadenfall grundsätzlich selbst.

Überblick über die Leistungen der privaten Unfallversicherung:

Neben den Hauptleistungsarten

  • Invaliditätsentschädigung
  • Unfallrente

sind in vielen Fällen mitversichert:

  • Tod durch Unfall
  • Krankenhaustagegeld
  • Kosmetische Operationen
  • Bergungskosten
  • Kurkostenbeihilfe
  • Sofortleistung bei schweren Verletzungen
  • Leistungen bei Knochenbrüchen

Zu höheren Prämien können und werden oft weitere Leistungen vereinbart:

Mehrleistung bei Höchstinvalidität

  • Progression bei höheren Invaliditätsgraden
  • verbesserte Gliedertaxe
  • Beitragsrückerstattung

Nehmen Sie Kontakt auf über unseren Online-Fragebogen zur Unfallversicherung

Online-Fragebogen

Der Versicherungsvertrag in der PUV

Mit einem Anwalt für Unfallversicherung gut beraten

Die Grundlage des privaten Versicherungsvertrages stellen die Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen (AUB) dar. Sie bilden das Herzstück der privaten Unfallversicherung, man kann auch sagen, die AUB sind die Spielregeln. Möglich und nicht selten ist auch die Vereinbarung zusätzlicher Klauseln und besonderer Bedingungen, um den vom Normalfall abweichenden Lebens- und Risikosituationen des Versicherten mit einzukalkulieren.

Als Fachanwälte mit Spezialisierung auf das Versicherungsrecht, sind wir über Vertragsbedingungen und Fallstricke der allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen informiert und können so Ihre Chancen auf eine Auszahlung durch den privaten Unfallversicherer erhöhen. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin zur kostenlosen Ersteinschätzung Ihres Falls durch unsere Anwälte für Unfallversicherungen!

Welche Unterlagen benötigen wir?

  • Angaben zum Unfallhergang
  • Unfallanzeige
  • Vollständige schriftliche Korrespondenz
  • Ärztliche Invaliditätsbescheinigung
  • Im Unfallzeitpunkt gültigen Versicherungsschein
  • Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen (AUB)

Um alles Weitere kümmern wir uns. Das gilt nicht nur für die Abwicklung mit der Rechtsschutzversicherung, sondern auch in Bezug auf Ihnen möglicherweise zustehende Ansprüche an die Sie vielleicht noch gar nicht gedacht haben. Sprechen Sie uns an oder benutzen Sie unseren Online-Fragebogen. Wir kümmern uns!

Wie werden die Invaliditätsentschädigung und Unfallrente in der PUV berechnet?

Anwalt Unfallversicherung: Gliedertaxe als Bemessungsgrundlage

Die Bemessung der Invalidität, also des unfallbedingten Dauerschadens, erfolgt entweder nach der Gliedertaxe oder außerhalb der Gliedertaxe nach der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit eines durchschnittlichen Versicherungsnehmers. Durch Progressionsvereinbarungen kann sichergestellt werden, dass die Höhe der Invaliditätsleistung bei höheren Invaliditätsgraden überproportional ansteigt.

Nach der Gliedertaxe beträgt - in der Regel - der Invaliditätsgrad bei Verlust oder vollständiger Funktionsunfähigkeit in der privaten Unfallversicherung folgende Werte:

  • eines Armes 70 %
  • eines Armes bis oberhalb des Ellenbogengelenks 65 %
  • eines Armes bis unterhalb des Ellenbogengelenks 60 %
  • einer Hand 55 %
  • eines Daumens 20 %
  • eines Zeigefingers 10 %
  • eines anderen Fingers 5 %
  • eines Beines über der Mitte des Oberschenkels 70 %
  • eines Beines bis zur Mitte des Oberschenkels 60 %
  • eines Beines bis unterhalb des Knies 50 %
  • eines Beines bis zur Mitte des Unterschenkels 45 %
  • eines Fußes 40 %
  • einer großen Zehe 5 %
  • einer anderen Zehe 2 %
  • eines Auges 50 %
  • des Gehörs auf einem Ohr 30 %
  • des Geruchs 10 %
  • des Geschmacks 5 %

Unerheblich für die Bemessung der Invaliditätsentschädigung ist der Beruf des Geschädigten. Ausgenommen sind Angehörige eines Heilberufes. Dies ist wie folgt gestaffelt:

  • eines Armes oder einer Hand im Handgelenk 100 %
  • eines Daumens oder eines Zeigefingers 60 %
  • eines anderen Fingers 20 %
  • eines Beines oder eines Fußes 70 %
  • einer großen Zehe 8 %
  • einer anderen Zehe 3 %
  • eines Auges 80 %
  • des Gehörs auf beiden Ohren 70%

Gutachten von medizinischen Sachverständigen in der privaten Unfallversicherung

Anwalt Unfallversicherung: Die Frage der Ursächlichkeit und Kausalität

Oft und viel wird über die Frage gestritten, ob es durch das Unfallereignis zu einem Gesundheitsschaden gekommen ist, wie hoch dieser zu bewerten ist und ob „klinisch stumme“ Vorschäden wie degenerativer Verschleiß oder vorbestehende Krankheiten oder Gebrechen den Unfall ausgelöst oder dabei mitgewirkt haben. Die Frage der Ursächlichkeit, der Kausalität zwischen Unfall und Gesundheitsbeeinträchtigung, ist vielfach entscheidend für das Bestehen von Leistungsansprüchen.

Sie möchten in der privaten Unfallversicherung Ihr Invalidität Gutachten anfechten und brauchen dafür rechtliche Unterstützung? Dann sind wir von Melzer Penterdis Kampe der passende Partner an Ihrer Seite. Unsere Anwälte Unfallversicherung kümmern uns um Ihren rechtlichen Anspruch in der privaten Unfallversicherung und kämpfen für Ihren Erfolg!

Erfahren Sie mehr zur privaten Unfallversicherung

Unterschied zwischen der gesetzlichen und privaten Unfallversicherung

Steht das Unfallereignis im Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit, dann spricht man von einem Arbeitsunfall. Diesem gleichgestellt ist ein Unfall auf dem Weg von oder zur Arbeit (Wegeunfall) sowie Berufskrankheiten. Es besteht dann Versicherungsschutz in der gesetzlichen Unfallversicherung, die im SGB VII geregelt ist.

Private Unfälle – in der Freizeit – stehen also nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Hier hilft nur der Abschluss einer privaten Unfallversicherung, die im Übrigen andersrum auch eingreift, wenn es sich um einen Arbeitsunfall handelt. Das muss notfalls auch einer Rechtsschutzversicherung klargemacht werden.

Selbständige und Freiberufler können sich – freiwillig – in der gesetzlichen Unfallversicherung versichern. Die Beiträge sind in der Regel gering. Davon wird aber nur selten Gebrauch gemacht, da oftmals der Eindruck vermittelt wird, dass eine private Unfallversicherung ausreichend sei.

Streitauslöser: Erstbemessung und Nachbemessung

Streng zu trennen ist die nach den allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen (AUB) vorzunehmende Erstbemessung der unfallbedingten Invalidität von der Nachbemessung des Invaliditätsgrades zum Ende des dritten Jahres ab Unfallereignis.

Der Unfallversicherer hat eine den Bedingungen entsprechende (bedingungsgemäße) Bemessung des Unfalls und dessen Folgen versprochen. Folglich müssen sich beide Vertragspartner an die vereinbarten „Spielregeln“ halten.

In die zweite Stufe, die Nachbemessung, gelangt man nur dann, wenn eine bedingungsgemäße Erstbemessung vorgenommen wurde und einer der Vertragspartner von seinem Recht auf Neubemessung Gebrauch gemacht hat. Der Teufel steckt wie so oft im Detail. Da hier sehr viel umstritten ist werden ebenso viele Fehler gemacht, die dann zum Streit führen. Abhilfe kann oft eine frühzeitige und vor allem fundierte Beratung schaffen.

Der Versicherungsfall in der privaten Unfallversicherung

Versicherungsfall in der privaten Unfallversicherung ist der Unfall. Das Versicherungsvertragsgesetz hat in § 178 Abs. 2 Satz 1 VVG den Unfallbegriff erstmals gesetzlich definiert:

Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.

In aller Regel bieten die Unfallversicherer darüber hinaus Versicherungsschutz für Fälle an, bei denen aufgrund einer erhöhten Kraftanstrengung – also ohne plötzliche Einwirkung von außen – an Gliedmaßen oder Wirbelsäule ein Gelenk verrenkt wird oder Muskeln, Sehnen, Kapseln oder Bänder zerreißen. Daher spricht man in diesem Zusammenhang von einem „erweiterten Unfallbegriff“. Manche Versicherer bieten an, den Versicherungsschutz aufgrund besonderer Bedingungen, um weitere Fälle zu erweitern.

Die unfallbedingte Invalidität muss in aller Regel nach 12 Monaten ab Unfallereignis eingetreten und innerhalb von weiteren drei Monaten, also 15 Monate ab Unfalltag, ärztlich bescheinigt und der Anspruch beim Versicherer (schriftlich) geltend gemacht werden. Es können jedoch auch andere Fristen vereinbart werden.

Mitunter kann sich der Versicherer jedoch nicht auf ein Versäumnis der Frist berufen.

Sportlerversicherungen für Profis & Amateure

Für Berufssportler (Lizenzsportler/Vertragssportler), aber auch für Trainer und Amateure, ist eine private Unfallversicherung, eine Krankentagegeldversicherung und eine Berufsunfähigkeits-Versicherung unverzichtbar. Denn Ihr Beruf bzw.  Ihre Tätigkeiten sind nicht mit normalen Maßstäben zu messen. Beim Ausfall droht oftmals eine längere Zeit der Genesung, wenn nicht sogar das vorzeitige Ende der Karriere. Hier greifen ggf. Versicherungen wie die

  • Krankentagegeldversicherung
  • Sportinvaliditätsversicherung (Unfallversicherung)
  • private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Versicherung)

für Profisportler und Amateure, die das spezielle Risiko absichern. Mitunter sind die Risiken aber im Rahmen einer „normalen“ Versicherung abgesichert, was zu Problemen bei der Regulierung führen kann. Aber auch das Sozialrecht kann Ausgleich schaffen.

Durch die starke Beanspruchung des Körpers ist sowohl im Profi- als auch im Amateurbereich das Verletzungsrisiko und vor allem das Mitwirken von Krankheiten und Gebrechen und Verschleiß (vorbestehende Degenerationen) um ein Vielfaches höher als bei „normalen Freizeitsportlern“. Die Versicherer holen gerade bei Profisportlern mehrmals Gutachten ein.

Wir machen den Versicherungscheck vor und nach Abschluss des Vertrages im Auftrag des Sportlers oder dessen Managements und beraten schon bei der Antragsstellung, um vorvertragliche Anzeigepflichtverletzungen im Bereich der Krankentagegeldversicherung und der Berufsunfähigkeitsversicherung zu vermeiden, die später ggf. zum Verlust der Versicherungsleistung führen könnten. Bei Bedarf empfehlen wir erfahrene Versicherungsvermittler oder prüfen deren Versicherungsvorschläge.