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Gutachten von medizinischen Sachverständigen auf dem Gebiet der Unfallversicherung

Oft und viel wird über die Frage gestritten, ob es "durch" das Unfallereignis zu einem Gesundheitsschaden gekommen ist, wie hoch dieser zu bewerten ist und ob "klinisch stumme" Vorschäden (degenerativer Verschleiß, vorbestehende Krankheiten oder Gebrechen, z.B. bei einem Riss der langen Bizepssehne, Schäden an der Rotatorenmanschette, eingesteifte Gelenke, Arthrose) den Unfall ausgelöst oder dabei mitgewirkt haben. Die Frage der Ursächlichkeit, der Kausalität zwischen Unfall und Gesundheitsbeeinträchtigung, ist vielfach entscheidend für das Bestehen von Leistungsansprüchen.

Nach einem Unfall wird die Versicherung, der Unfallversicherungsträger bzw. im Streitfall das Gericht fast immer ein medizinisches Sachverständigengutachten einholen (müssen). Dabei reicht es freilich nicht aus, nur die Epikrise oder das zusammenfasende Ergebnis bzw. die Beantwortung der Beweisfragen zu lesen, auch wenn sich anscheinend viele Beteiligte damit leider oftmals begnügen.

Das in der Regel alles entscheidende Gutachten muss gründlich ausgewertet und notfalls qualifiziert hintergfragt bzw. "angegriffen" werden. Denn wie kann ein Urteil überzeugen, wenn schon nicht das Gutachten überzeugt? Der Gegenseite oder dem Gericht muss also deutlich vor Augen geführt werden, ob und warum das Gutachten eine oder gerade keine tragfähige Entscheidung ermöglicht. Wie ein Tisch mit drei Füßen kann ein Urteil mitunter auf sehr wackeligen Beinen stehen. Hier stehen Verfahrensfehler, Fehler bei der Anleitung des Sachverständigen und formale sowie inhaltliche ("handwerkliche") Fehler des Gutachters im Vordergrund. Nicht selten verkennen Sachverständige ihren Auftrag, werden nur unzureichend über rechtliche Begriffe oder Zusammenhänge, z.B. wann von einer Ursächlichkeit des Unfalls für den Gesundheitsschaden auszugehen ist, aufgeklärt und das Gutachten läuft in die falsche Richtung. Hier gilt es korrigierend einzugreifen. Der Sachverständige ist auch "nur" für die Beantwortung von medizinischen Fragen zuständig, die das Gericht oder der Auftraggeber des Gutachtens als "medizinischer Laie" nicht selbst beurteilen kann. Rechtliche Fragen fallen nicht in das Aufgabengebiet des Sachverständigen.

Aufgrund der langjährigen Erfahrung aus Gerichtsverfahren und der im Vordergrund stehenden außergerichtlichen Regulierung und der Auswertung medizinischer Gutachten können wir qualifiziert Stellung nehmen und dem (gerichtlichen) Sachverständigen (in der mündlichen Erläuterung seines schriftlichen Gutachtens) gezielt Fragen stellen. Als Fachanwälte für Medizinrecht, Sozialrecht und Versicherungsrecht arbeiten wir mit anerkannten Sachverständigen und auch von Gerichten geschätzten Privatgutachtern zusammen. Diese können je nach taktischen und finanziellen Erwägungen bereits vor oder auch während einer gerichtlichen Auseinandersetzung eingeholt werden, um z.B. ein gerichtliches Gutachten besonders qualifiziert zu "erschüttern".

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