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Übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Kosten?

Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben und der Rechtsschutzfall in der versicherten Leistungsart eingetreten ist, übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Kosten der Wahrnehmung der rechtlichen Interessen nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG).

Beachten Sie, dass Sie nach den Allgemeinen Rechtsschutzversicherungsbedingungen (ARB) die freie Anwaltswahl haben und nicht an eine ggf. ausgesprochene Empfehlung eines bestimmten Anwaltes oder einer Kanzlei gebunden sind. Derartige Empfehlungen basieren auf Abkommen zwischen Rechtsanwalt und Rechtsschutzversicherer. Die Rechtsanwaltskammer (RAK) Hamm hat sich dazu wie folgt geäußert (Quelle: Kammerreport, Heft 3/2012):

"Diese Abkommen unterscheiden sich erheblich, laufen im Ergebnis aber darauf hinaus, dass die betreffenden Anwälte sich verpflichten, gegenüber der jeweiligen Rechtsschutzversicherung niedrigere als die gesetzlichen Gebühren abzurechnen in der Erwartung, auf Empfehlung der Rechtsschutzversicherung weitere Mandate zu erhalten."

Sie sollten sich auch nicht auf telefonische Auskünfte von "Anwaltshotlines" oder "Beratungshotlines" verweisen lassen.

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